Home / News / Besuch der Krankenhäuser Maastad & Amphia in den Niederlanden

Besuch der Krankenhäuser Maastad & Amphia in den Niederlanden

Referenzbesuche in Rotterdam

Was ist bei der Patientenverpflegung in Krankenhäusern alles zu berücksichtigen? Von Land zu Land gibt es verschiedenste Ansätze und Herausforderungen zu bewältigen. Beginnend bei Essenszeiten, Menüauswahl, Zentral- oder Stationsküchen bis hin zu Kostformen, Allergien sowie Abneigungen.

Welche Optionen zur Menübestellungen gibt es?  Die Bestellmöglichkeiten sind sehr vielfältig von Stations-Terminal, Bedside-Terminal, mobile Geräte wie Tablets oder mit den Endgeräten des Patienten (Bring Your Own Device). Natürlich kann auch die Aufnahme der Bestellung durch das Pflegepersonal oder persönlich vom Patienten mittels Room Service-Konzept durchgeführt werden.

Im Rahmen einiger Referenzbesuche nutzten wir die Möglichkeiten um zwei Krankenhäuser zu besuchen um die Delegate Lösung bei der Patientenverpflegung in der Praxis zu beleuchten.

Referenzbesuch Maastad Ziekenhuis

Erstes Ziel war das Maastad Ziekenhuis in Rotterdam. 2011 wurde das Krankenhaus mit knapp 600 Betten (nur Ein- oder Vierbettzimmer) eröffnet, wobei nicht der Versicherungsstatus für die Bettenbelegung ausschlaggebend ist, sondern der Gesundheitszustand des jeweiligen Patienten. In den Niederlanden gibt es keine Unterscheidung zwischen Kassen- und Privatpatient und somit auch nicht bei der Verpflegung.

In enger Zusammenarbeit mit Sodexo Niederlande setzte man von Anfang an auf ein Room Service- Konzept. Der Patient entscheidet was und wann er essen möchte. Von 07:00 – 20:00 Uhr bestellen die Patienten ihre Mahlzeiten und haben dabei eine große Auswahl an kalten und warmen Speisen. Bestellt wird direkt an den Bedside-Terminals auf dem der Besteller nur das sieht, was er Aufgrund von Kostformen und Allergien essen darf. Die Patientendaten werden direkt aus dem Krankenhausinformationssystem (KIS) HiX via Schnittstelle in die Delegate Anwendung übertragen. Die Bestellung dauert ca. eine Stunde und der Patient bekommt sein Essen aus einer der verschiedenen Stationsküchen direkt ins Zimmer geliefert. Die Mahlzeiten für begleitende Personen und auch temporärer Besucher werden ebenfalls über das Delegate Patients Service bestellt. Bis zu einer gewissen Anzahl von Personen sind die Speisen kostenfrei.

Alle Daten über Einkauf, bestellte und ausgelieferte Essen sowie viele weitere Informationen aus anderen Systemen werden mit anderen relevanten Zahlen in einem BI-System zusammengeführt und ausgewertet.

Referenzbesuch Amphia Ziekenhuis

Nächster Stopp war das am 29. November 2019 eröffnete Krankenhaus Amphia Ziekenhuis in Breda. Neben dem alten Gebäude wurde ein komplett neuer und moderner Komplex errichtet. Besonderheit hier: 600 Betten, pro Zimmer nur ein Bett. Neben diesem besonderen Merkmal fiel beim Betreten sofort die warme Architektur auf.

Auch im Amphia genießen die Patienten die Vorteile eines Room Service-Konzepts. Der Patient hat die Wahl zwischen 25 verschiedenen warmen Gerichten und mehren kalten Speisen. Anders als beim vorherigen Haus, ist hier kein externer Caterer beteiligt.

Bei der Aufnahme wird jedem Patienten ein Apple iPad zur Verfügung gestellt. Neben Entertainment und allgemeinen Informationen können die Patienten zwischen 08:00 und 20:00 Uhr die Speisen als auch den Zeitpunkt der Lieferung auswählen. Innerhalb von 45 Minuten werden die Mahlzeiten aus den verschiedenen Stationsküchen direkt ans Bett geliefert. Alle Informationen zu Kostformen, Allergien und Abneigungen als auch Diäten kommen hier aus dem EPIC Patienteninformationssystem.
Auffällig war, wie fließend und abgestimmt die Prozesse von der Bestellung über die Produktion bis hin zur Auslieferung funktionierte obwohl die Lösung erst vor 2 Monaten produktiv ging.

Die anfängliche Angst, dass die iPads verschwinden werden, obwohl es hier nicht um die Daten geht, da diese von außerhalb nicht abgerufen werden können, sondern um die Tablets selbst, hat sich nicht bestätigt. Jedoch hat man in den 2 Monaten gelernt, dass die eineinhalb Meter langen Ladekabel sehr gerne mitgenommen werden. Seit der Eröffnung sind mehr als 200 der hochwertigen Kabel verschwunden. Hier sucht man aktuell noch nach einer Lösung.

Fazit

Zusammenfassend ist zu sagen, das beide Kunden auf die jeweiligen umgesetzten Verpflegungskonzepte sehr stolz sind und jeder einzelne Mitarbeiter mit viel Engagement bei der täglichen Versorgung der Patienten mitwirkt.

Natürlich wurden wir zur Mittagszeit auch nach niederländischer Tradition verwöhnt und konnten uns einen Eindruck über die Qualität der Speisen machen. Anders als bei uns, isst man zu Mittag Brot mit Aufstrich, Salat und ab und an eine warme Suppe. In der Regel wird aber am Abend warm gegessen .

Das Delegate Patientenbestellsystem Patients Service bietet, durch den jahrelangen Einsatz in verschiedensten Ländern wie USA, Australien, DACH und Benelux, die Flexibilität sowie die Möglichkeiten unterschiedliche Verpflegungskonzepte abzubilden.

Als Softwarehersteller ist es für uns immer wieder spannend und wichtig, dass wir unsere Produkte auch produktiv im Einsatz sehen. Daraus können wir viel informatives und nützliches mitnehmen um unsere Lösungen kontinuierlich zu verbessern. Bei Interesse zu weiteren Informationen oder zur Delegate Menübestell-Lösung können Sie uns gerne jederzeit kontaktieren.